Burn With Me | Snackables #04
Heute wird es düster! Passend zur Jahreszeit nehme ich euch in Burn With Me mit auf eine Reise in eine okkulte Welt voller moralisch fragwürdiger Rituale. Bist du bereit, mit mir zu brennen? 🔥
In meiner Reihe Snackables möchte ich monatlich ein Spiel vorstellen, das sich bequem in einer Session in unter fünf Stunden wegsnacken lässt. Perfekt für einen "heute mache ich früher Feierabend"- oder "dieser Sonntag wird auf der Couch verbracht"-Tag.
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Taktische Pentagramm-Platzierung
In Burn With Me folgen wir einer düsteren Geschichte, die durch uralte Rituale (Deckbuilding-Passagen) untermalt wird. Als Grundlage für die Rituale dient natürlich ein Pentagramm. Hier müssen wir jeweils eine Karte aus unserem Deck auf eine der fünf Spitzen setzen und eine gewisse Punktzahl erreichen.
Jede Karte hat eine feste Punktzahl und zusätzlich auch eine bestimmte Fähigkeit – und hier wird es spannend (dieser Satz klingt mittlerweile so nach KI, aber ich schwöre, ich hab den Text selbst geschrieben 😭), denn jeder der fünf Plätze auf dem Pentagramm muss besetzt sein und da die Fähigkeiten nicht immer nur positive Wirkungen haben, ist die Platzierung echt knifflig. Ein Beispiel: Eine Karte hat eine hohe Basis-Punktzahl, allerdings zieht sie den zwei benachbarten Karten permanent zwei ihrer Basis-Punkte ab. Umgehen kann man das natürlich, wenn man diese Karte zuerst legt – also wenn noch gar keine Nachbarkarten auf dem Pentagramm liegen, deren Basis-Punkte man abziehen könnte. Es sind hier also die Reihenfolge und die Position wichtig und nicht immer ist die Karte mit der höchsten Punktzahl auch die beste Wahl. 🤯
Burn With Me © Nozomu Games / Inner Pocket
Kein Weg zurück
Sieht man keine Möglichkeit mehr, die Runde mit seiner aktuellen Hand zu gewinnen, kann man sich auch eine neue Karte aus dem Deck ziehen. Allerdings wird dafür eine zufällige Karte in der Hand verbrannt und damit permanent aus dem Deck entfernt. Das ist manchmal ein bisschen undankbar, da es sehr auf Glück basiert. 😅
Zwischen den Runden gibt es keine der für Roguelike-Deckbuilding-Spiele typischen Shops oder Währungen, mit denen man neue Karten und Effekte kaufen kann, um sein Deck aufzubessern. Man braucht auch nicht Hunderte von Runs, um alles freizuschalten – stattdessen ändern sich die Mechaniken, die grundlegenden Karten und die Siegbedingungen von Kapitel zu Kapitel und passen dabei stets zur Geschichte. Dabei muss man immer wieder die bisherigen Muster und gelernte Strategien überdenken, was dafür sorgt, dass es konstant interessant bleibt. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei nicht zu fordernd (einzig die Glückskomponente kann manchmal fies sein). Schafft man ein Kapitel, kann man es im Hard Mode wiederholen.
Auch gibt es einige Achievements zu holen, die auf bestimmte Mechaniken abzielen und dafür sorgen, dass man unterschiedliche Karten und Strategien ausprobiert. Das Spiel bietet also definitiv noch mehr als die 3 Stunden Main Story. So ehrlich muss ich aber sein: Die Twists der einzelnen Kapitel sind beim erneuten Durchspielen auf jeden Fall verpufft.
Burn With Me © Nozomu Games / Inner Pocket
Mehr als Schall und Rauch
Vielleicht fragt ihr euch die ganze Zeit: Wieso zum Teufel (hihi) führen wir eigentlich diese Rituale durch? Die Antwort auf die Frage würde zu viel spoilern, deshalb nur so viel: Die Geschichte dreht sich um einen Lehrer, der seinen Studenten in diese Kunst dieser uralten Rituale einführt. In jedem Kapitel verfolgen wir dabei einen anderen Studenten und seine persönliche Geschichte und – wer hätte es ahnen können? – natürlich kommt alles zu einem eher unerwarteten Ende zusammen.
Ganz positiv fand ich noch, dass die erzählerischen Parts zwischendurch alle vertont sind – das passt super zur Atmosphäre und stärkt die Immersion. Alle Charaktere haben ihren eigenen Charme und sehr interessante Geschichten, die teilweise auch grundlegende moralische Fragen aufmachen, was ich von dem Spiel erstmal nicht erwartet habe. Auch der handgezeichnete Artstyle mit den Akzentfarben in Neon kann sich wirklich sehen lassen.
Burn With Me © Nozomu Games / Inner Pocket
Fazit
Burn With Me ist ein kleines cozy creepy Kunstwerk mit einer Geschichte, die Hand in Hand mit der Spielmechanik geht und so ihren perfekten, düsteren Lauf nimmt. Die Deckbuilding-Passagen bleiben jederzeit spannend und überzeugen mit den immer wechselnden Mechaniken. Dabei ist es nie so creepy, dass man schreiend seinen Controller gegen die Wand werfen will oder sich nicht traut, es nachts zu spielen. 🥰
Snack-Faktor: Perfekt als kleiner Halloween-Snack – eher als Süßes und nicht als Saures! 🍬
- Wechselnde Mechaniken pro Kapitel sorgen für einen tollen Progress
- Erzählerische Parts vollständig vertont
- Charaktere mit eigenem Charme und moralischer Tiefe
- Glücksbasiertes Kartenverbrennen ist manchmal gemein und frustrierend

Burn With Me
Erscheinungsdatum: 12.10.2026
Genre: Narrative Deckbuilding
Meine Spielzeit: ~3h
Gespielt auf: Steam Deck
Entwickler: Nozomu Games
Publisher: Inner Pocket
Snackables [ˈsnækəblz] Pl., Subst.
Kurze Spiele, die sich in einer Sitzung von unter fünf Stunden abschließen lassen.