Mothkeep | Snackables #02
Auch in dieser Ausgabe der Snackables wird es tierisch! Genau genommen geht es um kleine, wunderschöne Insekten: Motten! 🦋 Wann immer ich draußen bin, suchen meine Augen ganz automatisch die Umgebung nach Faltern ab. Perfekt dazu passt das Spiel, um das es heute gehen wird: Mothkeep.
In meiner Reihe Snackables möchte ich monatlich ein Spiel vorstellen, das sich bequem in einer Session in unter fünf Stunden wegsnacken lässt. Perfekt für einen "heute mache ich früher Feierabend"- oder "dieser Sonntag wird auf der Couch verbracht"-Tag.
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Mottensuche mit Wimmelbildcharakter
In Mothkeep bewegen wir uns mit einem Notizbuch im Gepäck durch ganz unterschiedliche Habitate auf der Suche nach Motten in ihren verschiedenen Stadien. Dabei ist alles so liebevoll handgezeichnet, dass es sich anfühlt, als würde man gerade einfach selbst in sein physisches Notizbuch schreiben.
Um eine Motte zu dokumentieren, muss man sie erstmal finden! Das ist gar nicht so einfach, denn vor allem die Eier und die Larven blenden sich so gut in die Umgebung ein, dass das Spiel einen Wimmelbildcharakter hat. Einmal ausfindig gemacht, nähert man sich der Motte, indem man in einem kleinen Quick-Time-Event den grünen Balken zum richtigen Zeitpunkt trifft. Auch das ist gar nicht so einfach, denn seltenere Exemplare sind deutlich schreckhafter und mir ist auf der Reise auch die ein oder andere Motte entwischt. 😩
Mothkeep © Ivette Schmidt
Einkaufen und Einrichten
In den unterschiedlichen Habitaten gibt es natürlich unterschiedliche Exemplare. Ein Blick in den Laden lohnt sich an dieser Stelle, denn hier können Pflanzen oder auch Lichtquellen gekauft werden, um bestimmte Motten anzulocken. Das ist besonders hilfreich, wenn gerade noch die Larve der einen seltenen Art fehlt, die einfach nicht auftauchen möchte. So kann man mit ein wenig Geduld und clever platzierten Gegenständen sein Notizbuch vervollständigen. Die Dekorationselemente kann man später auch nutzen, um seine Lieblingsmotten im eigenen Garten anzulocken und diesen nach Belieben zu gestalten. Das macht das Spielerlebnis noch persönlicher, und sowas lieben wir doch immer! 🥰
Besonders immersiv wird Mothkeep spätestens dann, wenn man im Küchenhabitat angekommen ist. Hier tummeln sich ganz freudig die Lebensmittelmottenlarven – das ist fast schon zu realitätsnah. 😂
Mothkeep © Ivette Schmidt
Nebenbei noch was gelernt
Ihr könnt es euch vielleicht schon denken, aber was mir mit am besten gefallen hat: Man kann bei dem ganzen Spaß auch was lernen! Jeder Notizbucheintrag hat auch zu jedem einzelnen Stadium einen interessanten Fakt. Wusstet ihr, dass das Muster des Gelben Fleckenspanners so eindeutig wie ein Fingerabdruck ist? Ich auch nicht! So erfährt man neben dem entspannten Spielerlebnis auch noch von Ei über Raupe und Puppe bis zu Imago (auch hier habe ich neu gelernt, dass man so das "erwachsene Insekt" nach der Metamorphose nennt) ganz viele neue Dinge und sieht die Insekten nochmal mit anderen Augen.
Mothkeep © Ivette Schmidt
Fazit
Wer dachte, dass Motten langweilig sind, kann durch Mothkeep auf jeden Fall vom Gegenteil überzeugt werden. Die handgezeichnete Optik, die kleinen Personalisierungsoptionen und der positive "Nebenbei"-Lerneffekt machen daraus mehr als ein kleines Sammelspiel.
Snack-Faktor: Mothkeep ist der perfekte Mitternachts-Snack, um vor dem Schlafengehen noch ein bisschen runterzukommen.
- Liebevoll handgezeichnete Optik
- Gestaltung des Gartens nach eigenem Geschmack
- Spielen mit Lerneffekt :-)
- Die kleinen Quick-Time-Events können kurz frustrieren, was die entspannte Atmosphäre ein bisschen stört
Die besten Spiele (und die besten Bekanntschaften 👀) sind die, die dich inspirieren. Für alle, die bis hierhin gelesen haben, gibt es noch einen kleinen Extra-Snack: Eine schnelle Zeichnung der Motte, die mir am besten gefallen hat – die Smaragdeule. Wer hätte gedacht, dass Motten so wunderschön sein können? 💚


Mothkeep
Erscheinungsdatum: 10.07.2026
Genre: Casual, Hidden Object
Meine Spielzeit: ~1h
Gespielt auf: Steam Deck
Entwickler: Ivette Schmidt
Publisher: Ivette Schmidt
Snackables [ˈsnækəblz] Pl., Subst.
Kurze Spiele, die sich in einer Sitzung von unter fünf Stunden abschließen lassen.